Søkortsfortællinger

Nakkebølle Fjord und Fjællebroen

Wenn man entlang der Küste von Fünen durch den Svendborgsund und nördlich um Skarø segelt, kann man im Westen die Insel Svelmø erkennen, die nur bei Ebbe mit Fünen über einen „Ebbevej“ (Wattweg) verbunden ist. Wenn man Svelmø jedoch umrundet, kommt man zum Nakkebølle Fjord, wo es eine Zufahrt zum Hafen von Fjællebro gibt (55° 03,547´N 010° 03,547´E). Das Gebiet ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Fahrrinne zum Hafen ist relativ eng, aber gut gekennzeichnet. Der Abstand von der ersten roten Boje bei der Einfahrt in den Fjord bis zum Hafen, der 2,5 Meter tief ist, beträgt ungefähr eine nautische Meile. 

Ursprünglich erstreckte sich der Fjord noch mehr als zwei Kilometer Richtung Nordwesten von Fjællebroen aus und bis Nakkebølle Gods, das an der Landstraße zwischen Faaborg und Svendborg liegt, ins Land hinein. Mitte des 16. Jahrhunderts, als das Haus erbaut wurde, konnte man bis dorthin segeln. Im Lauf der folgenden 300 Jahre wurde der innerste Teil des Fjords immer mehr von Pflanzen überwuchert, und die Wassertiefe verringerte sich. Daher war es für den damaligen Lehnsherr verlockend, einen Damm an einer passenden Stelle zu errichten. Dies geschah im Zeitraum 1866-70. Ende der 1980er Jahre beschloss man, die Trockenlegung aufzugeben und das eingedämmte Gebiet wieder mit Wasser füllen zu lassen, was im Übrigen auch an vielen anderen Orten in Dänemark geschehen ist. Damit wurde eine schöne Naturlandschaft wieder hergerichtet.
Während der Einfahrt in den Hafen sollte man auf die großen weißen Gebäude achten, die auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens bzw. auf der westlichen Seite des Fjords liegen.

Sie wurden ursprünglich von der „Nationalforeningen Tuberkulosens Bekæmpelse“ (Landesverband zur Tuberkulosebekämpfung) im Jahr 1908 errichtet. Der Komplex wird heute nicht mehr als Sanatorium verwendet.

Fjællebroen entstand als Ladeplatz. Außerdem gab es in der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Werft, die vom Bootsbauer Hoffmann betrieben wurde. Bis dieser Anfang des 20. Jahrhunderts die Werft schloss, wurden dort Handelsschiffe gebaut. Danach stoppte der Schiffsbau, bis der Bootsbauer Carl Banke 1940-41 mit seinem Kahn in den Fjord hineinsegelte – gefüllt mit Material, um eine kleine Werft mit einem Büro zu eröffnen. Das Werftgebäude steht heute im Smakkecenter auf Strynø, wo es immer noch als Werftgebäude verwendet wird. 

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