Søkortsfortællinger

Bredningen

Das Fahrwasser zwischen Ærø, Strynø und Langeland hat keinen Namen auf der Seekarte 170, aber lokal nennt man es Bredningen. Im Süden wird Bredningen von den Holmen zwischen Langeland und Ærø, im Norden von Rudkøbing Løb und Tåsinge Grunde begrenzt. Bredningen hat für die Verhältnisse in der Dänischen Südsee gute Wassertiefen von fünf-sechs Metern, und die Segeltour bereitet daher keine Probleme, weder für die Fährfahrt noch für Jachten mit Kiel. Die Fährroute Rudkøbing-Marstal wurde am 20. Januar 2013 eingestellt. Nach der letzten Eiszeit und in der Steinzeit war Bredningen ein See mit Süßwasser, der von Eichenwäldern umgeben war. Der Wald stand in den seichten  Gebieten und die Reste dieses Steinzeitwalds befinden sich immer noch auf dem Meeresgrund.

 

Der größte Hafen von Bredningen ist Grevebroen auf Strynø. Die fruchtbare Insel liegt als flacher Moränenhügel im Meer, ca. 500 Hektar groß. Seit dem Mittelalter ist die Insel bewohnt und es wurde Landwirtschaft betrieben. Die Inselbewohner mussten sich über das Meer bewegen und es gab Bootsverbindungen, besonders zu den nächstgelegenen Städten Rudkøbing und Marstal. Der Insel fehlte jedoch ein Hafen, wo größere Schiffe be- und entladen werden konnten. 1867 wurde ein Schiffssteg gebaut. Diesen nannte man Grevebroen (Grafensteg), da die Grafschaft Langeland, zu der die Insel gehörte, den Bau bezahlte. 1954 wurde ein Fährhafen gebaut. Die Motorschiffe der südfünischen Dampfschiffgesellschaft konnten jetzt auch Autos mitnehmen. Grevebroen war in den 1990er Jahren in Verfall geraten. In 2008 wurde der Hafen jedoch erneuert und erweitert, damit er heute den Bedürfnissen der Fährfahrt und denen von besuchenden Booten entspricht. Im Sommer 2013 wurden eine neue Fähre angeschafft und neue Anlegeplätze gebaut.

Auf dem Fahrwasser Bredningen gibt es viel Schiffsverkehr im Sommer – natürlich am meisten in der Hochsaison Juli-August, und es gibt Tage, an denen Hunderte von Schiffen vorbeikommen. An Tagen mit Meeresstille gibt es die Möglichkeit, Dänemarks kleinen Wal zu sehen: den Kleinen Tümmler (Gewöhnlicher Schweinswal). Normalerweise kann man sie in kleinen Gruppen beobachten und man erkennt sie an der Rückenflosse, die an der Wasseroberfläche erscheint, wenn der Wal Luft holen muss. Im Frühling und Herbst sieht man viele Ringelgänse und Eiderenten auf dem Wasser und Kormorane sieht man hier das ganze Jahr über auf  Futtersuche – manchmal trocknen sie auch ihre Flügel auf einem Stein oder Pfahl. 

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