Søkortsfortællinger

Marstal Havn und Red

Der Hafen von Marstal ist einen Besuch wert. Das langgestreckte Hafenbassin ist an Sommertagen stark von Jachten und anderen Schiffen befahren. Der Hafen war schon immer ein Anlegehafen für die vielen Schiffe der Stadt. Obwohl die Flotte von Segelschiffen und in letzter Zeit auch die Flotte von Küstenmotorschiffen verschwunden sind und der Fährverkehr mittlerweile eingestellt ist, gibt es immer etwas zu sehen. Zwei in der Umgebung gebaute Schiffe liegen als handfeste Beweise für die Schifffahrtsgeschichte der Stadt hier vertäut. Beim Eriksens Plads (Eriksens Platz) liegt Samka, ein Motorfrachtschiff aus dem Jahr 1956 und der frisch restaurierte Schoner Bonavista aus dem Jahr 1914. Man kann sogar an Bord des Schoners gehen. Dem Schiff fehlen jedoch Takelage, Motor und Ausrüstung, um in See zu stechen. Eriksens Plads mit der Werft wird vom Seefahrtsmuseum von Marstal geführt und Besucher können hier bei der Sanierung von Wasserfahrzeugen zusehen und die Glühkopfmotoren betrachten und hören, die in passenden Abständen gestartet werden. Zu manchen Zeiten befanden sich bis zu acht Werften gleichzeitig an diesem Hafen. Das Schwimmdock zieht Blicke auf sich und zeigt, dass der Hafen immer noch aktiv ist. Wer mit dem eigenen Schiff anreist, sollte das Marstal Søfartsmuseum (Marstaler Seefahrtsmuseum) besuchen, das eine der besten Seefahrtssammlungen des Landes hat.

Wenn man den Hafen von Marstal in nördlicher Richtung verlässt und weiter in die Dänische Südsee hinaussegelt, folgt die Segeltour dem Nordre Løb (Nördlicher Lauf), der gut markiert ist. Der Kurs geht genau Richtung Norden, bis zur nördlichen Einfahrt nach Marstal, wo die Rinne eine 90-Grad-Kurve macht und in eine neue Rinne führt. Auf der Steuerbordseite Richtung Süden liegen Sandinseln und die Rinne von 3,8 Metern Tiefe führt an den Untiefen Mandens Grund vorbei Richtung Süden sowie Meyers Grund oder an Venegrund Richtung Norden (54,53,00 N og 10,34,00 Ø).  Johan Anton Meyer war Kapitän zur See und in den 1820ern und 1830ern für die Messung der Untiefen in der Dänischen Südsee und im Småland-Fahrwasser verantwortlich. Wenn man an der Einfahrtsboje vorbeisegelt, befindet man sich auf dem Fahrwasser Bredningen.

Anstatt der markierten Route zu folgen, kann man problemlos in nördlicher Richtung zur Einfahrt nach Mørkedybet weitersegeln. Man kann auch zur kleinen langen Insel Halmø fahren und hier den Anker werfen. Das Fahrwasser hier heißt Halmø Sund, aber nur Kajaks und Lastkähne können zwischen Ommelshoved und Halmø hindurchfahren. Diese Insel ist ein Moränenhügel, dessen höchster Punkt im Norden liegt, wo es eine Klippe, Halmø Gavl, gibt. Richtung Westen ist die Insel flach und wird von Salzwiesen gesäumt. An den Moränenklippen tummeln sich Uferschwalben und auf den Salzwiesen gibt es Kolonien von Silbermöwen und Sturmmöwen.

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